Geschichte

Thailand vor Christus

Erste Besiedelungen Thailands können bis in das 5. Jahrtausend vor Christus nachgewiesen werden. Aus dieser Zeit wurden entsprechende Felszeichnungen in Phu Phrabat und Pha Taem entdeckt. Aus der Zeit im 3. Jahrtausend vor Christus wurden in Thailand Bronzefunde entdeckt. Allerdings ist noch Vieles aus der Historik Thailands zu dieser antiken Epoche unklar und kann nur vermutet werden. Etwa um 250 vor Christus wird angenommen, dass die Buddhisten und Hinduisten nach Thailand kamen und dem Land diesen Glauben brachten. Es konnten zwar die entsprechenden Besiedelungen aus der Zeit vor Christus durch einige Funde belegt werden, wie sich die Geschichte in der Zeit vor Christus bis hin zum Beginn des Reichs von Sukhothai im Jahr 1238 nach Christus ereignete, bleibt weithin ungeklärt.  

 

 

Geschichte Thailands nach Christus

 

Vermutungen von Forschern zufolge wird angenommen, dass im 6. oder 7. Jahrhundert nach Christus die Menschen aus den südlichen Regionen Chinas nach Thailand kamen. Es wird allerdings vermutet, dass diese sich in anderen Regionen als die Urbewohner Thailands ansiedelten. Etwa Mitte des 9. Jahrhunderts wurde von Prinz Phrom die westlich von Chiang Rai gelegene Stadt Fang gegründet. Zu dieser Zeit war Thailand jedoch eher von den um einiges mächtigeren Birmanen und Khmern geprägt. Unter der Herrschaft von Sri Intarathitýa konnten im Jahr 1238 nach Christus die Khmer endgültig besiegt werden. Darauf folgte das Reich von Sukhothai von 1238 bis in das Jahr 1350, das als die Wiege des heutigen Thailands bezeichnet werden kann. Während seiner Regierungszeit im Reich von Sukhothai schuf der König das heute noch gültige Thai-Alphabet im Jahre 1283.

Nach der Ära des Reichs von Sukhothai folgte das Reich von Ayutthaya, das von 1351 bis in das Jahr 1767 in Thailand vorherrschend war. Das Reich von Ayutthaya wurde während des Bestehens von 33 Herrschern regiert.

Im Anschluss an das Reich von Ayutthaya folgte die Thonburi-Periode in den Jahren 1767 bis 1782. Die Herrschaft lag in dieser Zeit bei dem von Chinesen abstammenden General Paya Tak, der auch als Taksin in der Geschichte bekannt ist.

Im Jahr 1782 wurde die Hauptstadt Bangkok gegründet, die bis heute Hauptstadt des Reiches ist. Ab dem Jahr 1782 bis heute liegt die Macht in Thailand in der Chakri-Dynastie. Heute ist König Bhumidol Aduljadej das Staatsoberhaupt Thailands.
Allerdings waren innerhalb der Regierung Thailands in den Nachkriegszeiten immer wieder Veränderungen im Gange. Im Jahr 1945 wurde Thailand wieder in seinen ursprünglichen Namen Siam umbenannt. Nach dem Militärputsch im Jahr 1948 wurde Siam dann im Jahr 1949 wieder in Thailand umbenannt und von einer autoritären Regierung beherrscht. In den Jahren 1968 bis 1988 wechselten sich Militärregierung, demokratische und auch halbdemokratische Regierungskonstellationen in Thailand ab. In den Jahren 1988 bis 2001 folgte ein langer Demokratisierungsprozess im thailändischen Staat. Von 2001 bis 2006 war dann der Premierminister Thaksin Shinawatra an der Regierung neben dem Staatsoberhaupt König Bhumidol Aduljadej. Während der Amtszeit Thaksin Shinawatras wird allerdings vermutet, dass die Stimmen bei den Wahlen entsprechend erkauft worden waren. Im Jahr 2006 folgte der Sturz Thaksin Shinawatras – der König galt jedoch weiterhin als Staatsoberhaupt.

Thailand kann also auf eine durchaus bewegte Geschichte zurückblicken, die auch heute noch Änderungen unterworfen ist. Dies betrifft jedoch die Rubrik Politik des Landes Thailand und wird unter diesem Punkt separat beschrieben. Durch die verschiedenen Perioden der Herrscher in Thailand kann dieses wunderschöne Land in jedem Fall mit den unterschiedlichsten historischen Sehenswürdigkeiten aufwarten.