Politik

 

Seit 1932 ist Thailand nach einem unblutigen Umsturz eine konstitutionelle Monarchie. Das Staatsoberhaupt Thailands ist der König – derzeit König Bhumidol Adulyadej – dessen Bezeichnung auch Rama IX ist. Neben dem Amt als Staatsoberhaupt ist der König auch gleichzeitig ein hoher Würdenträger des Buddhismus. Der König wird durch den Kronrat beraten und übt in der Hauptsache lediglich repräsentative Aufgaben aus. Dennoch sind auch einige der Entscheidungen in der Politik des Landes vom Einverständnis des Königs abhängig – so zum Beispiel auch der Sturz des Premierministers Thaksin Shinawatra in 2006. Die Rolle des Regierungschefs in Thailand gebührt dem Premierminister, der vom König in sein Amt berufen wird. Seit 1932 ist momentan bereits die 18. Verfassung in Thailand gültig. Thailand gehört 2 internationalen Organisationen an – der UNO und auch der ASEAN, dem Verband der südostasiatischen Staaten. Thailands Verwaltung gliedert sich in 75 Provinzen, die in 877 Landkreise aufgeteilt sind. Die Regionen Bangkok und Pattaya gelten als Sonderverwaltungszonen.

 

 

 

 

Regierung


Die Regierung Thailands ist eine konstitutionelle Monarchie mit dem König als Staatsoberhaupt. Der Premierminister wird als Regierungschef direkt vom König ernannt. Dem König sind in der Hauptsache nur repräsentative Aufgaben zuteil – der Premierminister dagegen erledigt die Regierungsgeschäfte Thailands. Die Nationalversammlung stellt die Legislative in Thailand und setzt sich aus Abgeordneten des Repräsentantenhauses und den Mitgliedern des Senats, die keiner Partei angehören, zusammen. Der Premierminister hat zwar in der Regierung das Sagen, der König genießt jedoch eine absolute Ehrerbietung seines Volkes. So kann es sogar zu immensem Ärger führen,  wenn Thais die Banknoten verkehrt herum in der Geldbörse tragen – der König darf dabei nicht auf dem Kopf stehen! Schriftliche oder auch verbale, negative Äußerungen über das Königshaus sind verpönt. Seit dem Sturz des ehemaligen Premierministers Thaksin Shinawatra durch das Militär ist der Premierminister Somchai Wongsawat im Amt. In der Zeit von 2006 bis zu Ernennung von dem aktuell amtierenden Premierminister im September 2008 gab es einige Unruhen in der thailändischen Politik, die teilweise immer noch andauern. Bei Regierungsstürzen wie zum Beispiel in 2006 hat der König die Entscheidungsbefugnis.


Rechtsprechung


Die Rechtsprechung in Thailand gilt als extrem hart. Geahndet werden unter anderem jegliche Beleidigungen oder negativen Äußerungen hinsichtlich des Königs oder auch des Königshauses. Hier können auch Touristen betroffen sein, die in gewisser Form den König beleidigt haben und aufgrund dessen verurteilt werden. Sehr schwer bestraft werden auch Drogendelikte in Thailand – Drogenhandel kann sogar mit der Todesstrafe geahndet werden, die in Thailand noch immer praktiziert wird. Die Prostitution ist in Thailand zwar generell verboten – wird allerdings in vielen Regionen geduldet. Korruptionsvorwürfe waren mitunter ein Grund für den Aufruhr in der Bevölkerung und den darauf folgenden Sturz des früheren Premierministers Thaksin Shinawatra, der mittlerweile in London im Exil lebt.