Religion

 

Die Staatsreligion Thailands ist der Theravada-Buddhismus. So ist es nicht anders zu erwarten, als dass die meisten Einwohner Thailands natürlich dieser Form des Buddhismus als Staatsreligion zugehörig sind. Über 94 % der Thailänder gehören dem Buddhismus an. Die Restlichen verteilen sich auf den Hinduismus, dem vorwiegend die in Thailand lebenden Inder angehören. Die Malaien unter den Einwohnern Thailands gehören vorwiegend dem Islam an und gehören ebenfalls zu den restlichen 6 % anderer Religionszugehörigkeiten. Ein kleiner Teil sind auch Christen, dies sind vorwiegend die Europäer oder Nordamerikaner, die in Thailand leben.
Durch die sehr starke Prägung durch den Buddhismus sind in Thailand über 30.000 buddhistische Tempel – die in der Einzahl Wat genannt werden – zu finden und erstrahlen meist mit atemberaubender Schönheit. Aufgrund der Tradition treten fast alle Männer in Thailand in jungen Jahren in ein Kloster ein, um das Leben für einige Zeit in Meditation zu verbringen.
Die Mönche, die in Thailand leben, sind zwar sehr arm – genießen aber ein sehr hohes Ansehen bei der Bevölkerung. Die Mönche, die durch das Land ziehen, um sich von den Gaben zu ernähren, die ihnen entgegengebracht werden, gelten als Glücksbringer und werden immer herzlich empfangen. Unter den Einwohnern Thailands wählt auch eine Vielzahl zur Entspannung vom Stress oder einfach zur Meditation meist einmal im Jahr einen Aufenthalt in einem Kloster.

 

Prägung der Kultur durch den Buddhismus


Durch den stark vertretenen Buddhismus ist auch die Kultur natürlich entsprechend geprägt. Diese Kultur in Thailand geht teilweise auf Traditionen zurück, die bereits seit Jahrhunderten das Land Thailand und das frühere Siam geprägt haben. Ein sehr wichtiger Aspekt in der thailändischen Kultur ist die besondere Achtung gegenüber den Älteren, die dort ein entsprechend hohes Ansehen genießen. So sagt zum Beispiel der Gruß – Wai – der Thailänder immer auch etwas über den Status der jeweiligen Personen aus. Je höher die zusammengelegten Handflächen beim Wai gehalten werden, desto höher ist der Status des Grüßenden. Dies gilt ebenfalls für die Verbeugung, die ebenfalls zum Wai gehört. Je tiefer die Verbeugung, desto niedriger ist der Status des Grüßenden und desto höher ist wiederum die gesellschaftliche Stellung desjenigen, der gegrüßt wird, gestellt. Die Kultur und Religion Thailands bringen auch mit sich, dass die Thais ihr Leben, wie es eben ist, auch akzeptieren. Unzufriedenheit und Neid sind in Thailand kaum anzutreffen – vor allem nicht unter den gläubigen Buddhisten.
Kulturelle Ereignisse, die immer auch mit dem Buddhismus verbunden sind, strahlen in Thailand eine besondere Faszination und Farbenpracht aus.