Tempelanlagen

 

Thailand kann mit über 30.000 Tempelanlagen aufwarten. Diese Tempel sind absolut sehenswert und bieten einen atemberaubenden Anblick von der Architektur und der farblichen Pracht. Einzigartige Bauwerke, die nicht nur von den gläubigen Buddhisten besucht werden, sondern auch eine Attraktion für viele Touristen darstellen. Etwa 100 Tempelanlagen genießen den Status des königlichen Tempels, der in erste, zweite und dritte Klasse unterteilt wird. Wobei die königlichen Tempel der ersten Klasse entweder vom König erbaut oder vom König renoviert wurden. Die königlichen Tempel der zweiten Klasse wurden dagegen entweder von den Kindern des Königs erbaut oder auch von anderen Adeligen, die einen königlichen Titel tragen dürfen. Königliche Tempel der dritten Klasse wurden von weit entfernten Verwandten des Königs oder von anderen Adeligen errichtet. Zu den restlichen unzähligen Tempeln, die nicht zu den königlichen Tempeln zählen, gehören die Tempel mit dem Namenszusatz Wat Raad, was soviel wie Laientempel bedeutet. Diese Tempel wurden von normalen, gläubigen Buddhisten gestiftet und diese werden meist von weniger als 12 Mönchen bewohnt. Eine weitere Kategorie in den Tempelanlagen Thailands ist Samnak Song, diese sind reine buddhistische Zentren, die auch über kein umzäuntes Gebäude für die Weihe der Mönche besitzen. Für viele der Thailänder zählt es zum größten Wunsch im Leben, einen Tempel für Buddha zu errichten und diesen Wunsch erfüllten sich schon Viele – wie unschwer an der Zahl der existierenden Tempel ersichtlich ist, die sich aufgrund dieser besonderen Lebensziele auch immer wieder erhöht.

 

Wat Phra Keo in Bangkok


Diese Tempelanlage ist der Tempel des Königs im Königspalast in Bangkok. Das Wat Phra Keo ist eines der höchsten Wats in Thailand und beherbergt den Smaragdbuddha. Interessanterweise ist die nur 60 cm hohe Statue des Buddhas gar nicht aus Smaragd, sondern aus Jade. Der Smaragdbuddha, der über einem goldenen Altar thront, gilt als Nationalheiligtum Thailands. Der Tempel des Königspalastes Wat Phra Keo und natürlich auch der Königspalast bietet einen faszinierenden Anblick mit der wunderschönen Architektur. Die gesamte Anlage mit den vielen exotischen Pflanzen bezaubert die Besucher mit einem besonderen Charme.


Wat Pho – oder Wat Po in Bangkok


Das Wat Po befindet sich ebenfalls in Bangkok und stellt den ältesten und größten Tempel Bangkoks dar. Im Wat Po befindet sich die größte liegende Buddhastatue. Den meisten Urlaubern ist diese wunderschöne und beeindruckende Tempelanlage unter dem Namen „Tempel des liegenden Buddha“ geläufig. Da es sich bei dem Wat Po um die älteste Tempelanlage Bangkoks handelt, ist diese Anlage umso faszinierender. Dieser Tempel gilt zudem als erste Stätte der thailändischen Kunst und Bildung und  nimmt diese Position auch heute noch ein.


Wat Phra Singh in Chiang Mai

 

Auch bei der Tempelanlage von Wat Phra Singh in Chiang Mai, handelt es sich um eine königliche Tempelanlage der ersten Klasse. Die Besonderheit dieser faszinierenden Tempelanlage im Norden Thailands ist eine Buddhastatue, deren Herkunft bis heute ungeklärt ist. Eine Legende besagt, dass die Statue aus dem Mahabodhi-Tempel in Indien stammen soll, wo eine solche Statue abhanden gekommen ist. Laut der Legende soll die Statue von Indien über Sri Lanka nach Thailand gebracht worden sein. Diese Tempelanlage wurde bereits im Jahr 1345 gegründet.


Wat Phra Kaeo Don Tao in Chiang Rai


Dieses Wat ist eine königliche Tempelanlage der 3. Klasse. Der Smaragd-Buddha, der seit dem Jahr 1782 im Wat Phra Kaeo in Bangkok zu bewundern ist, wurde ursprünglich in dieser Tempelanlage in Chiang Rai gefunden. Faszinierend an dieser Tempelanlage sind atemberaubend schöne Schnitzereien und selbstverständlich die beeindruckende Bemalung.


Wat Phra That Doi Chom Tong in Chiang Rai


Bei dieser außergewöhnlichen Tempelanlage handelt es sich zwar um keinen der königlichen Tempel, dennoch ist dieser Tempel aufgrund seiner Lage in einem Gebiet, das bereits vor dem Buddhismus Geistern und Heiligen gewidmet war, eine besondere Attraktion für Buddhisten und natürlich auch für kulturell interessierte Urlauber. Die Errichtung dieses Tempels wird auf das Jahr 940 geschätzt.


Wat Yansangwararam 20 km südlich von Pattaya

 

Diese Tempelanlage, die meist nur kurz Wat Yan genannt wird, gehört zu den königlichen Tempeln erster Klasse. Interessant ist hier die Bauweise des Tempels im indischen Stil. In diesem Tempel befinden sich derzeit eine Schule, ein Krankenhaus und sogar eine Aufzuchtstation für verletzte Wildtiere. Die Parkanlage der Tempelanlage mit der exotischen und üppigen Vegetation lässt die Tempelanlage noch beeindruckender erscheinen, inmitten dieses üppigen Grüns. Interessant ist auch der dem Wat gegenüberliegende chinesische Königspalasttempel Viharnra Sien.

 

Die Liste der Wats in Thailand ist nahezu unendlich. In jeder Region oder Stadt sind unzählige Wats, die zu Besichtigungen einladen und immer ein unvergessliches Urlauberlebnis darstellen. Allerdings sollte auch der buddhistische Glauben bei der Besichtigung der Tempel nicht verletzt werden und einige Verhaltensregeln eingehalten werden. So sollte es für jeden Urlauber selbstverständlich sein, auf keine der Heiligtümer und schon gar nicht auf Buddhastatuen zu klettern. Manche der Wats führen auch eine strenge Kleiderordnung, die besagt, dass Männer keine kurzen Hosen und Frauen keine Trägertops tragen dürfen. Dieses Problem lösen die Aufsichtspersonen am Eingang des Wats durch die Übergabe von entsprechender Leihkleidung. Frauen sollten auf keinen Fall die Mönchszellen betreten – ansonsten können sie sich auf der gesamten Tempelanlage frei bewegen. Sehr wichtig ist es, die Schuhe vor dem Betreten des Tempels auszuziehen. Bei dem Ritual, sich vor der Buddhastatue sitzend niederzulassen, ist unbedingt darauf zu achten, dass die Füße nicht in Richtung des Buddhas gestreckt werden. Am Besten ist es, sich einfach im Schneidersitz vor der Buddhastatue niederzulassen. Die Thais sehen zwar über ein Fehlverhalten der Touristen hinweg und tun dies einfach als Sonderbarkeit dieser Menschen ab, dennoch sind es nur wenige Dinge, die berücksichtigt werden müssen, um keinen schlechten Eindruck bei den Menschen des Landes zu hinterlassen.